Wichtige Erkenntnisse
  • Ein realistischer Chinesisch-Lernplan beginnt mit den Stunden, die Sie Woche für Woche wirklich durchhalten können.
  • Für Anfänger ist die richtige Reihenfolge: zuerst Aussprache und Töne, parallel dazu Pinyin, früh die Schriftzeichen, dann stetige Fortschritte durch Hören, Lesen, Wiederholen und einfaches Sprechen.
  • Drei konzentrierte Stunden pro Woche können funktionieren. Acht sind stark. Zwanzig und mehr verändern den Zeitplan dramatisch.
  • Kurze tägliche Einheiten sind meist besser als eine lange Nachhol-Sitzung pro Woche.
  • Anfänger kommen am besten voran, wenn sie gezieltes Lernen mit echtem Input und echter Anwendung der Sprache verbinden.
  • Regelmäßiges Feedback von einer Lehrkraft hilft besonders bei Tönen, Aussprache und Sprechsicherheit.

Wenn Sie einen Chinesisch-Lernplan aufstellen möchten, lautet die wichtigste Frage nicht „Wie viele Jahre braucht Mandarin?“, sondern „Was sollte ich diese Woche mit der Zeit anfangen, die ich tatsächlich habe?“

Dieser Perspektivwechsel ist wichtig. Der Richtwert, den alle zitieren – die rund 2.200 Unterrichtsstunden für Mandarin laut Foreign Service Institute – ist ein nützlicher Hintergrund, den wir in unserem Leitfaden dazu, wie lange es dauert, Chinesisch zu lernen, ausführlicher aufschlüsseln. Aber die meisten Lernenden sind keine Vollzeit-Diplomaten in einer professionell gestalteten Ausbildung.

Die meisten Lernenden bauen Chinesisch in ihr echtes Leben ein.

Dieser Leitfaden ist genau für diese Situation gedacht. Ob Sie Chinesisch drei Stunden pro Woche widmen können oder zwanzig: Sie finden eine klare Lernreihenfolge, praktische Wochenpläne und einen Fahrplan für das erste Jahr, der ehrgeizig ist, ohne unrealistisch zu sein.

CLI-Student im Einzelunterricht bei einer Mandarin-Lehrkraft in Guilin, China
Der beste Chinesisch-Lernplan ist der, dem Sie auch nächste Woche, nächsten Monat und nächstes Jahr noch folgen können.

01 Der realistische Richtwert zum Start

Mandarin braucht Zeit. Daran führt ehrlicherweise kein Weg vorbei.

Für Muttersprachler des Englischen gehört Mandarin zu den schwersten großen Sprachen, wenn man sie wirklich gut lernen will. Deshalb wird der FSI-Richtwert so oft zitiert. Am besten nutzen Sie ihn jedoch als Orientierungspunkt, nicht als Versprechen.

Für die Planung zählt die wöchentliche Intensität mehr als eine fixe Gesamtstundenzahl. So lässt sich das sinnvoller betrachten:

Meilenstein Entspannt (3 Std./Woche) Ernsthaft (8 Std./Woche) Intensiv (20+ Std./Woche)
Grundlagen für Anfänger – Vorstellen, Essen, Wegbeschreibungen, Zahlen, Uhrzeit, sehr langsam gesprochene, vertraute Sprache ~4–8 Monate ~2–4 Monate ~1–2 Monate
Fortgeschrittener Anfänger – alltägliche Themen, kurze Gespräche, einfache Lernertexte, besseres Hörverstehen ~12–24 Monate ~6–12 Monate ~3–6 Monate
Fundament der frühen Mittelstufe – längere Gespräche, angenehmes Lesen angepasster Texte, einige authentische Inhalte mit Unterstützung ~2–4 Jahre ~12–24 Monate ~6–12+ Monate
HSK kann helfen – aber lassen Sie sich nicht verwirren

Der HSK ist Chinas offizielle Chinesischprüfung, und das neue Rahmenwerk erweitert das System auf neun Stufen. Er ist als Orientierung nützlich, aber HSK-Niveau und tatsächliche Sprachbeherrschung sind nicht genau dasselbe. Wenn du die prüfungsspezifische Version suchst, lies unseren Leitfaden zu den HSK-Stufen.

Das war der Überblick. Jetzt wird es praktisch.

Chinesische Karteikarten und Lernnotizen auf einem Schreibtisch
Regelmäßigkeit bestimmt den Zeitplan stärker als kurze Motivationsschübe.
序

02 In der richtigen Reihenfolge lernen

Anfänger verlieren meist auf zwei Arten Zeit: Entweder springen sie wahllos zwischen Materialien hin und her, oder sie versuchen, alles auf einmal zu lernen.

Eine bessere Reihenfolge sieht so aus:

  1. Zuerst Aussprache und Töne. Die Töne des Mandarin gehören zum Wort und sind kein optionales Extra. Wenn dein Gehör sie nie wirklich lernt, bleibt das Sprechen unsicher.
  2. Gleichzeitig Pinyin. Wenn du neu im Mandarin bist, beginne mit unserem Leitfaden dazu, was Pinyin ist, und nimm dir richtig Zeit für die interaktive Pinyin-Tabelle.
  3. Ein kleiner Grundstock nützlicher Anfängerphrasen. Denke an Vorstellung, Vorlieben und Abneigungen, einfache Fragen, Einkaufen, Essen bestellen und grundlegende Sprache im Unterricht.
  4. Schriftzeichen früh, aber nicht alle auf einmal. Du musst das Schreiben aus dem Gedächtnis nicht sofort beherrschen. Beginne damit, häufige Schriftzeichen und einfache Bestandteile zu erkennen. Ausführlicher geht unser Leitfaden darauf ein, wie man chinesische Schriftzeichen lernt.
  5. Grundlegende Grammatik im Kontext. Chinesische Grammatik ist oft einfacher, als englischsprachige Lernende befürchten, muss aber trotzdem anhand von Mustern gelernt werden. Unsere Übersicht zur chinesischen Grammatik ist hier eine gute Ergänzung.
  6. Hören, Lesen, Wiederholen und Sprechen in einem Kreislauf. Aus diesem Kreislauf entsteht der Schwung.
Sollte man vom ersten Tag an sprechen?

Ja – aber nicht durch wildes Drauflosreden. Lies kurze Dialoge laut vor. Sprich nach Audio nach. Beantworte einfache Fragen. Übe häufige Wendungen. Frühes Sprechen funktioniert am besten, wenn es klein, korrekt und korrigiert ist.

Interaktive Pinyin-Tabelle für Anlaute und Auslaute im Mandarin
Die besten Anfängerpläne behandeln Pinyin und Töne als Fundament, nicht als Nebenthema.
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03 Die Woche klug aufteilen

Viele Lernende verbringen unbemerkt 80 % ihrer Zeit mit Lernformen, die sich produktiv anfühlen: Karteikarten, Drills, Grammatiknotizen und App-Serien.

Das alles hilft. Es darf nur nicht der ganze Plan sein.

Eine einfache Möglichkeit, über Ausgewogenheit nachzudenken, ist das Modell der vier Stränge:

Strang Wie es aussieht Beispiele fürs Chinesische Worauf du achten solltest
Input Lesen oder Hören, vor allem um die Botschaft zu verstehen Audio zum Lehrbuch, Lesehefte für Lernende, Podcasts für Lernende Zu wenig davon
Output Chinesisch nutzen, um etwas Echtes zu sagen Mini-Dialoge, Einzelunterricht, kurze Texte, Sprachnachrichten Zu warten, bis du dich „bereit“ fühlst
Gezieltes Lernen Bewusste Arbeit an Aussprache, Grammatik, Schriftzeichen und Wortschatz Lehrbücher, Tonübungen, Karteikarten, gezieltes Grammatiklernen Hier dauerhaft zu leben
Sprachfluss / Wiederholung Vertrautes Material nutzen, bis es leichter und schneller geht Erneutes Lesen, Wiederholen, Shadowing, Schnellwiederholung Ständig neuem Material hinterherzujagen

Für absolute Anfänger ist eine perfekt gleichmäßige Aufteilung am ersten Tag nicht nötig. In den ersten ein bis zwei Monaten ist es normal, sich etwas stärker auf Aussprache, Pinyin und die ersten Schriftzeichen zu konzentrieren. Das Ziel ist keine starre Symmetrie, sondern ein Lernplan, der nicht nur aus Drills besteht.

Eine gute Standardaufteilung für Anfänger

In den ersten 8–12 Wochen ist eine grobe Aufteilung von 30 % konzentriertem Lernen, 25 % Input, 20 % Output und 25 % Wiederholung/Sprachfluss ein guter Richtwert. Später nähern Sie sich einer gleichmäßigeren Verteilung an.

Wenn Sie sich nur eine einfache Regel merken möchten, dann diese: Beschäftigen Sie sich an den meisten Tagen der Woche mit Chinesisch.

Student beim Durchgehen von Chinesisch-Lernmaterialien in einer Einzelstunde
Sprachfluss entsteht in der Regel durch einen festen Wochenrhythmus, nicht durch heldenhafte Lernmarathons an einem einzigen Tag.
Chinesisch-Einzelunterricht mit einer Lehrkraft von CLI

Brauchen Sie Hilfe, damit Ihre Aussprache stimmt?

Regelmäßiges Feedback ist schwer zu ersetzen, besonders in der Anfangsphase. Sowohl der Online-Chinesischunterricht als auch das Immersionsprogramm in Guilin von CLI basieren auf Einzelunterricht. Das hilft besonders bei Tönen, Aussprache und den ersten Sprechversuchen.

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04 Ein Chinesisch-Lernplan, den Sie wirklich einhalten können

Der folgende Plan ist in drei Phasen gegliedert. Die Zeitangaben sind ungefähr. Auf die Reihenfolge kommt es an.

Phase 1 – Das Fundament legen (Monate 1–3)

Schwerpunkt: Töne, Pinyin, Überlebenssätze, grammatische Grundmuster für Anfänger und erstes Erkennen von Schriftzeichen.

Stand am Ende der Phase: Sie können sich selbst vorstellen, einfache Fragen stellen und beantworten, Essen bestellen, über grundlegende Vorlieben sprechen und eine nützliche Auswahl häufiger Schriftzeichen erkennen.

Eine Gewohnheit für jeden Tag

Verbringen Sie an den meisten Tagen 10–20 Minuten mit Wiederholen. Unser Leitfaden zu Chinesisch-Karteikarten hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob Anki oder Pleco besser zu Ihnen passt.

Tag Entspannt (3 Std./Woche) Ernsthaft (8 Std./Woche) Intensiv (20+ Std./Woche)
Mo 30 Min.: Töne + Pinyin 1,5 Std.: Lehrbuchlektion + Aussprache + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht (Aussprache) + angeleitete Wiederholung
Di 30 Min.: Mini-Dialoge + Wiederholung 1 Std.: Zeichenerkennung + Komponenten 4 Std.: Einzelunterricht (Schriftzeichen + Lesen) + Wiederholung
Mi 30 Min.: Schriftzeichen + Wiederholung 1,5 Std.: Hörverstehen + Lehrbuch + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht (Grammatik + Wortschatz) + Lesen
Do 30 Min.: Hörverstehen + Nachsprechen nach Audio 1 Std.: Sprechübungen + Shadowing 4 Std.: Einzelunterricht (Hörverstehen + Sprechen) + Wiederholung
Fr 30 Min.: Strukturierte Lektion + Wiederholung 1,5 Std.: Wiederholung + Konversation + Wortschatz 4 Std.: Einzelunterricht (Wiederholung + Konversation) + Selbststudium
Sa 30 Min.: Wochenwiederholung + einfaches Sprechen 1 Std.: Gestuftes Lesen + Wiederholung der Schriftzeichen 2 Std.: Selbststudium + Praxis im Alltag
So 30 Min.: Leichtes Hörverstehen oder gestuftes Lesen 0,5 Std.: Leichtes Hören —
Gesamt ca. 3 Std. ca. 8 Std. ca. 22 Std.
Ein Hinweis für alle, die 3 Stunden pro Woche lernen

Vielleicht brauchen Sie hier länger als drei Monate. Das ist kein Problem. Der Plan funktioniert trotzdem, nur das Tempo ändert sich.

Phase 2 – Die Grundlagen erweitern (Monate 4–8)

Schwerpunkt: mehr Wortschatz, sicherere Satzmuster, gestuftes Lesen, leichtere Hörinhalte und kurze, aber echte Gespräche.

Ziel der Phase: Sie können über den Alltag sprechen, leichten Inhalten für Lernende folgen und einfache Texte lesen, ohne völlig den Faden zu verlieren.

Tag Entspannt (3 Std./Woche) Ernsthaft (8 Std./Woche) Intensiv (20+ Std./Woche)
Mo 30 Min.: Gestuftes Lesen + Wiederholung 1,5 Std.: Strukturierte Lektion + Konversation + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht + Lesen + Wiederholung
Di 30 Min.: Hörübungen 1 Std.: Hörverstehen + Nachsprechen nach Audio 4 Std.: Einzelunterricht + Hörverstehen + Schreiben
Mi 30 Min.: Wiederholung der Schriftzeichen 1,5 Std.: Lesen + Schriftzeichen erweitern + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht + ausführliches Lesen + Wiederholung
Do 30 Min.: Sprechübungen 1 Std.: Sprechen mit Tutor oder Sprachpartner 4 Std.: Einzelunterricht + Konversation + gezieltes Feedback
Fr 30 Min.: Wiederholung der Grammatikmuster 1,5 Std.: Gemischte Wiederholung + Sprechen + Wortschatz 4 Std.: Einzelunterricht + Selbststudium + Wiederholung
Sa 30 Min.: Leichte Serie, Podcast oder Lesetext 1 Std.: Erweiterter Input 2 Std.: Immersionsaktivitäten + selbstgesteuertes Lernen
So 30 Min.: Wochenwiederholung 0,5 Std.: Leichte Wiederholung —
Gesamt ca. 3 Std. ca. 8 Std. ca. 22 Std.

Hier beginnt sich besserer Input meist auszuzahlen. Gute Optionen für Anfänger sind gestufte Lesetexte, Lehrbuch-Audio, Podcasts zum Chinesischlernen und sorgfältig ausgewählte chinesische Fernsehserien.

Hier zeigt auch regelmäßiger Unterricht allmählich deutlichere Wirkung. Wenn Sie verschiedene Formate abwägen, bietet unser Leitfaden zu Einzelunterricht oder Gruppenkurs beim Chinesischlernen hilfreiche Hintergründe.

Phase 3 – Auf dem Weg zum Mittelstufenniveau (Monate 9–12+)

Schwerpunkt: längere Gespräche, mehr Ausdauer beim Hören, ein größeres Lesepensum und schrittweiser Kontakt mit Originalmaterial.

Ziel der Phase: Sie können ein Gespräch über vertraute Themen am Laufen halten, Lernmaterial entspannt lesen und mit Unterstützung beginnen, mit Originalmaterial zu arbeiten.

Tag Entspannt (3 Std./Woche) Ernsthaft (8 Std./Woche) Intensiv (20+ Std./Woche)
Mo 30 Min.: Hörverstehen + Wortschatzwiederholung 1,5 Std.: Lesen + gezielter Wortschatz + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht + Diskussion + Wiederholung
Di 30 Min.: Sprechübungen 1 Std.: Konversationsübung 4 Std.: Einzelunterricht + Schreiben + Lesen
Mi 30 Min.: Leseübung 1,5 Std.: Hörverstehen + Sprechen + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht + Hörverstehen + Wiederholung
Do 30 Min.: Lücken in Grammatik oder Schriftzeichen schließen 1 Std.: Gezieltes Lückenschließen 4 Std.: Einzelunterricht + authentische Medien + Wiederholung
Fr 30 Min.: Wiederholung + Sprechen 1,5 Std.: Gemischte Übungen + Wiederholung 4 Std.: Einzelunterricht + Konversation + Selbststudium
Sa 30 Min.: Längerer Text oder eine Serie 1 Std.: Authentische Inhalte mit Unterstützung 2 Std.: Praxis im Alltag + Selbststudium
So 30 Min.: Leichte Wiederholung 0,5 Std.: Leichte Wiederholung —
Gesamt ca. 3 Std. ca. 8 Std. ca. 22 Std.
Lassen Sie sich nicht vom Kalender treiben

Wenn Phase 3 nach einem Jahr noch zu schwer wirkt, bleiben Sie länger in Phase 2. Die richtige Phase ist die, die zu Ihrem aktuellen Niveau passt, nicht der Monat im Kalender.

CLI-Studentin übt Alltagschinesisch auf einem Markt in Guilin
Je besser dein Chinesisch wird, desto mehr sollte sich deine Woche auf echtes Lesen, echtes Hören und echte Gespräche verlagern.
Strukturierte Mandarin-Lehrmaterialien bei CLI

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05 Fünf Anfängerfehler, die Zeit verschwenden

  1. Die Töne in den Hintergrund rücken lassen. Anfänger konzentrieren sich anfangs oft auf die Töne und hören dann unbemerkt auf, auf sie zu achten.
  2. Zu lange mit den Schriftzeichen warten. Du brauchst nicht sofort eine riesige Menge an Schriftzeichen, aber du musst damit anfangen.
  3. Pinyin als dauerhafte Krücke benutzen. Pinyin sollte das Lesen unterstützen, nicht ersetzen.
  4. Sätze bilden, indem man Wort für Wort aus dem Englischen übersetzt. Lerne stattdessen Satzmuster und feste Wortblöcke.
  5. Erfolg mit Karteikarten mit Sprachkompetenz verwechseln. Wiederholen ist wichtig, kann aber nicht die ganze Arbeit allein leisten.
Chinesischlernende Person bei konzentrierten Lernübungen
Die meisten Anfängerprobleme entstehen durch ein Ungleichgewicht, nicht durch mangelnden Einsatz.
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06 Wenn der Fortschritt sich langsam anfühlt

Eine der seltsamsten Seiten des Chinesischlernens ist, dass sich der Fortschritt anfangs oft enorm anfühlt und später merkwürdig unsichtbar wird.

Diese Verlangsamung ist normal. Sie bedeutet nicht, dass du scheiterst. Meist heißt sie, dass deine Fortschritte subtiler werden: Du verstehst etwas schneller, liest etwas flüssiger und sprichst mit etwas weniger Anstrengung.

Eine bessere Sichtweise

Das Ziel ist nicht, jede Woche dramatische Fortschritte zu spüren. Das Ziel ist, weiter ein System aufzubauen, das auch dann funktioniert, wenn der Fortschritt leiser wird.

Wenn du in eine zähe Phase gerätst, probiere Folgendes:

Wähle eine Fähigkeit und fördere sie einen Monat lang gezielt. Hörverstehen, Lesen, Aussprache oder Sprechen.

Erhöhe den Schwierigkeitsgrad leicht. Nicht so sehr, dass du untergehst. Nur so viel, dass du wächst.

Halte etwas Konkretes fest. Eine Aufnahme, einen Text, den du jetzt flüssiger lesen kannst, oder einen Dialog, der sich leichter anfühlt als vor sechs Wochen.

Schütze deine Regelmäßigkeit. Hier schlagen Routinen die Motivation.

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07 Hilfsmittel, die wirklich etwas bringen

Kategorie Beste Verwendung für Anfänger Warum es hilft
Strukturiertes Lehrbuch Ein klares Lehrbuch für Anfänger Gibt dir Reihenfolge und Fortschritt vor
Wiederholungs-App Anki oder Pleco Hält den Wortschatz lebendig, ohne ständiges erneutes Pauken
Hörmaterial Podcasts für Anfänger und Lehrbuch-Audio Schult das Hörverstehen von Anfang an
Lesematerial Graded Reader und kurze Lernertexte Wortschatz und Grammatik bleiben im Kontext besser hängen
Feedback von Lehrkräften Regelmäßiger Einzelunterricht Hilft bei Tönen, Aussprache, Tempo und Verbindlichkeit

Anki oder Pleco? Anki ist hervorragend, wenn du Kontrolle magst. Pleco ist hervorragend, wenn du Komfort und einen Workflow mit Fokus auf Chinesisch willst. Beide Entscheidungen sind in Ordnung.

Wie viel Wiederholung? Für die meisten Lernenden sind an den meisten Tagen 10–20 konzentrierte Minuten völlig genug. Mehr kann anfangen, den Rest deines Lernplans aufzufressen.

Brauchst du eine Lehrkraft? Nicht jeder braucht sofort eine, aber viele Anfänger kommen mit regelmäßigem Feedback zu Sprechen und Aussprache sauberer voran. Wenn du dir die Formate überlegst, vergleiche Einzel- und Gruppenunterricht.

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08 So startest du am einfachsten diese Woche

Wähle deine Wochenstufe. Trage die Lerneinheiten in deinen Kalender ein. Such dir ein strukturiertes Material für Anfänger aus. Folge dem Plan dann zwölf Wochen lang, bevor du anfängst, ihn umzubauen.

Falls du noch keinen hast: Unser kostenloser Chinesischkurs deckt die ersten zwei Stunden ab: die vier Töne, Pinyin, erste Wörter, Schriftzeichen und drei Kurzgeschichten, alles mit Audio.

Dieser letzte Punkt ist wichtig. Ständiges Herumschrauben am eigenen System ist oft getarntes Aufschieben.

Wenn Sie sich ein wenig Struktur von außen wünschen, eignen sich die Online-Chinesischkurse von CLI gut für Lernende im entspannten und im ernsthaften Bereich, während das Immersionsprogramm in Guilin für alle gedacht ist, die die intensive Variante möchten. Doch egal, ob Sie mit Lehrkraft, App oder Lehrbuch lernen: Die Grundlagen bleiben gleich – zuerst die Töne, früh mit Schriftzeichen beginnen, ausgewogen üben und lieber beständig bleiben als dem Hype folgen.

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09 FAQ

Kann ich Chinesisch mit nur 30 Minuten pro Tag lernen?

Ja. Dreißig konzentrierte Minuten am Tag reichen aus, um echte Fortschritte zu machen – vor allem, wenn Sie monatelang dranbleiben, statt immer wieder aufzuhören und neu anzufangen.

Sollte ich Pinyin vor den Schriftzeichen lernen?

Lernen Sie zuerst Pinyin, warten Sie aber nicht zu lange, bevor Sie mit den Schriftzeichen beginnen. Ein guter Anfängerplan führt Schriftzeichen früh und in kleinen Mengen ein.

Wann sollte ich aufhören, mich auf Pinyin zu verlassen?

So früh wie möglich. Nutzen Sie Pinyin als Stütze, nicht als dauerhaftes Lesesystem. Je schneller Ihnen die Schriftzeichen vertraut werden, desto besser.

Ist Chinesisch wirklich so schwer, wie alle sagen?

Für Englischsprachige ist Mandarin tatsächlich anspruchsvoll, aber nicht in jeder Hinsicht. Unser Artikel Ist Chinesisch schwer zu lernen? schlüsselt das genauer auf.

Muss ich in China lernen, um schnell voranzukommen?

Nein. Gute Fortschritte sind überall möglich. Aber durch Immersion bekommen Sie in derselben Woche leichter mehr Input, mehr Sprechzeit und mehr Feedback.

Chinesisch Pinyin Übersetzung
声调 shēngdiào Ton
拼音 pīnyīn Pinyin
汉字 hànzì Chinesisches Schriftzeichen
复习 fùxí wiederholen
练习 liànxí üben
输入 shūrù Input
输出 shūchū Output
流利 liúlì fließend / flüssig
不好意思 bù hǎo yìsi Entschuldigung / Verzeihung / verlegen

10 Ausgewählte Quellen

  • U.S. Department of State / Foreign Service Institute – Richtwerte für die Sprachausbildung in Mandarin-Chinesisch. Quelle ansehen →
  • Chinese Testing International (HSK Official) – Offizieller Überblick über das neue HSK-Rahmenwerk. Quelle ansehen →
  • Paul Nation (2007) – The Four Strands. Quelle ansehen →
  • Yan et al. (2013) – Efficient Learning Strategy of Chinese Characters Based on Network Approach. Studie ansehen →
  • Anki Manual – Deck-Optionen und FSRS-Dokumentation. Quelle ansehen →
  • Pleco – Offizieller App-Überblick und OCR-Funktionen. Quelle ansehen →